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Der Anti-Spoofing-Filter der Agcom hat das Telemarketing verändert: So kann man sich gegen neue Taktiken schützen

Trotz des seit dem 19. November geltenden Filters belästigen unerwünschte Anrufe die Nutzer weiterhin täglich.

Der Anti-Spoofing-Filter, der seit dem 19. November aktiv ist (siehe unsere Pressemitteilung) und gefälschte Festnetz- und Mobilnummern betrifft, hat zur Blockierung von Dutzenden Millionen rechtswidriger Anrufe geführt, bei denen italienische Mobilnummern manipuliert wurden. Um nicht blockiert zu werden, haben viele illegale und aggressive Callcenter lediglich ihre Technik geändert und zeigen nun ihre tatsächliche internationale Vorwahl an.

„Die Zunahme von Werbeanrufen und Betrugsversuchen von echten ausländischen Nummern“, so die Präsidentin des Landesbeirates für das Kommunikationswesen, Judith Gögele, „ist ein echtes Problem, insbesondere für Personen, die Verwandte und/oder Freunde oder geschäftliche Tätigkeiten im Ausland haben und deshalb antworten müssen. In diesem neuen Kontext werden die traditionellen Schutzinstrumente noch wichtiger.“

In Italien bleibt die erste Anlaufstelle zur Bekämpfung unerwünschter Werbeanrufe – wenn auch wenig bekannt – das öffentliche Widerspruchsregister (RPO). Dabei handelt es sich um einen kostenlosen öffentlichen Dienst, der es jeder Person ermöglicht, ihre Festnetz- oder Mobiltelefonnummer eintragen zu lassen, um der Nutzung dieser Nummer für Telemarketingzwecke zu widersprechen.

„Auf technologischer Ebene“, so Gögele weiter, „verfügen Smartphones zudem über Filterfunktionen, die helfen können, den Empfang unerwünschter Anrufe zu reduzieren. Darüber hinaus bieten Mobil- und Festnetzanbieter in Italien netzbasierte Antispam-Dienste an, die verdächtigen oder belästigenden Datenverkehr erkennen können, noch bevor er das Gerät erreicht. Die Aktivierung dieser Dienste, die häufig über spezielle Apps oder über den Kundenbereich des eigenen Anbieters verfügbar und oft kostenlos sind, ist eine weitere Möglichkeit, sich zu schützen.“

Auch Anwendungen von Drittanbietern bieten Schutz. „Es gibt Apps“, sagt Gögele, „mit denen personalisierte ListenWhitelist und Blacklist – erstellt werden können, was Personen, die häufig Anrufe mit ausländischen Vorwahlen erhalten, hilft, ihr Anrufprotokoll besser zu verwalten. Aber Vorsicht: Nicht alle diese Anwendungen sind sicher. Man sollte sich gut informieren und die bekannteren wählen oder sich auf die Filter der Betriebssysteme verlassen.“

Nach Ansicht des Landesbeirates für das Kommunikationswesen ist der wirksamste Ansatz zur Reduzierung unerwünschter Anrufe die Kombination mehrerer Instrumente, anstatt sich nur auf eines zu verlassen. Die Eintragung ins Widerspruchsregister begrenzt das „legale“ italienische Telemarketing, während die internen Telefoneinstellungen und Netzfilter vor unerwünschten Anrufen mit Nummernerkennungstechnologien schützen. Apps schließlich können sich schnell an neue Telemarketing-Techniken anpassen.

LBK

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