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Transalpine Medienkompetenztagung: Der Landesbeirat für das Kommunikationswesen unterzeichnet in München eine Absichtserklärung zur Stärkung der Medienkompetenz

Vor dem Hintergrund einer sich stetig verändernden digitalen Medienlandschaft und der damit verbundenen Herausforderungen bekräftigen die Vertreterinnen und Vertreter aus Baden-Württemberg, Bayern, Österreich, der Schweiz, Südtirol und Thüringen ihre gemeinsame Verantwortung, Medienkompetenz in Bildung, Gesellschaft und Kultur nachhaltig zu stärken.

(v.r.n.l.) Judith Gögele, Thorsten Schmiege (Gastgeber BLM Bayern), Stefan Rauschenberger (RTR Österreich), Susanne Marxer (Bakom Schweiz). (Foto: Kommunikationsbeirat)

An der Transalpinen Medienkompetenztagung, organisiert von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und heute in München abgehalten, nimmt auch eine aktive Delegation aus Südtirol teil, organisiert durch den Landesbeirat für das Kommunikationswesen. Die internationale Zusammenarbeit mit der BLM wurde bereits ab 2024 gezielt aufgebaut und eröffnet neue Möglichkeiten für den Erfahrungsaustausch sowie die Übertragung bewährter Projekte nach Südtirol. Die Teilnahme an der Fachtagung zur Medienpädagogik unterstreicht diesen Weg und macht die Sichtbarkeit der Südtiroler Initiativen auch über die Landesgrenzen hinaus deutlich.

Nach der Vorstellung der Projekte aus Bayern, koordiniert durch die Stiftung Medienpädagogik Bayern – BLM, sowie der Projekte aus der Schweiz, Österreich, Thüringen und Baden-Württemberg, präsentiert die Südtiroler Delegation ihre eigenen Projekte, koordiniert durch den Landesbeirat für das Kommunikationswesen, unter dem Motto: „Gesundes Aufwachsen in einer digitalen Welt – Medienkompetenz und Prävention in Südtirol“. Die beiden Projekte, vorgestellt von Fachleuten wie dem Forum Prävention, betreffen den Smartphone-Führerschein für Eltern und das Projekt „Digikids – Umgang mit digitalen Medien im Kindesalter“.

Im Rahmen der Konferenz unterzeichnet die Präsidentin Judith Gögele heute gemeinsam mit dem Präsidenten der Konferenz der Direktoren der regionalen Medienanstalten und der BLM sowie den Präsidentinnen und Präsidenten der vier weiteren internationalen Delegationen eine gemeinsame Erklärung zur Förderung der Medienkompetenz.

„Die Ziele der Zusammenarbeit sind vielfältig“, erklärt Judith Gögele. „Man wird mit der gemeinsamen Entwicklung nachhaltiger Kooperationsstrukturen beginnen, um dann Synergien zu schaffen – durch den Austausch bewährter Praktiken und die Initiierung gemeinsamer innovativer Projekte zur Entwicklung neuer Ansätze in der Medienpädagogik. Das erste gemeinsame Projekt wird die Durchführung einer Untersuchung zu den rechtlichen Regelungen und zu Beispielen bewährter Praktiken im Zusammenhang mit der privaten Nutzung von Smartphones in Schulen in den teilnehmenden Ländern sein".

Auf der Tagung wurde von allen Teilnehmenden auch die gesellschaftliche Verantwortung betont, die durch die Stärkung demokratischer Werte mittels Aufklärung, Dialog und Projekten umgesetzt werden soll.

Medienkompetenz – so Gögele – wird als grundlegende Voraussetzung für demokratische Teilhabe, Bildung und ein selbstbestimmtes, verantwortungsvolles Handeln verstanden. Die Fähigkeit, Medien bewusst zu nutzen, insbesondere in Zeiten von Desinformation, Hassrede und Künstlicher Intelligenz, stellt eine zentrale Kulturtechnik dar, die wir Unterzeichnenden durch zahlreiche neue Projekte fördern.“

Dem Protokoll liegen die folgenden von den Unterzeichnenden vereinbarten gemeinsamen Grundsätze zugrunde: Medienkompetenz ist eine unverzichtbare Kulturtechnik und Teil des lebenslangen Lernens; Medienpädagogik stärkt die individuelle Urteilsfähigkeit und Selbstbestimmung als Grundlage unserer demokratischen Gesellschaft;  Die Vermittlung von Medienkompetenz erfordert interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Pädagogik, Politik, Forschung und Gesellschaft; Grenzüberschreitende Vernetzung ist ein Motor für Innovation und Qualitätssicherung.

Die heute unterzeichnete Bereitschaft zur Zusammenarbeit, die auch die Organisation regelmäßiger Netzwerktreffen in den kommenden Jahren umfasst, ist der erste Schritt hin zu wichtigen gemeinsamen Initiativen zu einem der aktuellsten und bedeutendsten Themen der letzten Jahre: Medienkompetenz.

KOM

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